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Rezension: "Frauen des Jahres 2023" herausgegeben von herCAREER

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Ich habe dieses Buch 2025 auf einer LinkedIn‑Veranstaltung erworben – dort wurde bereits die nachfolgende Ausgabe vorgestellt, die seither geduldig auf meinem SUB liegt. Umso schöner, jetzt endlich in diese Sammlung starker Lebens- und Karrierewege einzutauchen. Herausgegeben von herCAREER, versammelt "Frauen des Jahres 2023" zahlreiche Porträts erfolgreicher Frauen aus ganz unterschiedlichen Branchen, Positionen und Lebensrealitäten. Führungskräfte, Unternehmerinnen, Gründerinnen, Expertinnen – Business Queens mit ganz eigenen Wegen, Stimmen und Schwerpunkten. Was mir besonders gefallen hat: Die Porträts bleiben nicht an der Oberfläche. Es geht nicht nur um Titel, Karrierestationen und Erfolge, sondern auch um Entscheidungen, Zweifel, Wendepunkte und Lernprozesse. Jede Frau bringt ihre eigene Perspektive mit – und genau das macht die Vielfalt dieses Buches so wertvoll. Ein echtes Highlight sind die Karrieretipps, die sich durch die Porträts ziehen. Keine leeren Motivationsfl...

Rezension: "The Mortal Instruments – City of Bones" - Ein filmisches Chaos mit Herz (und sehr vielen bekannten Gesichtern)

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Erinnert ihr euch an den Film, in dem "Vecna" aus "Stranger Things" etwas mit "Emily" aus "Emily in Paris" hatte, während "Klaus" aus "The Umbrella Academy" sie sehnsüchtig anschmachtete – und das Ganze flankiert von Schauspielern, bei denen sich die Elterngeneration wohlig an Zeiten von "The Tudors" und "Game of Thrones" erinnert fühlte? Genau. Willkommen bei "The Mortal Instruments: City of Bones". Die erste Kinoverfilmung der erfolgreichen Young-Adult-Reihe von "The Mortal Instruments" hatte eigentlich alles, was ein Fantasy-Erfolg braucht: eine riesige Fangemeinde, eine komplexe Welt voller Dämonen, Schattenjäger und Runen – und ein Cast, der schon damals auffällig viele spätere Serien- und Filmstars vereinte. Lily Collins als "Clary", Jamie Campbell Bower als "Jace" (ja, genau – der Jamie) und Robert Sheehan als "Simon", der sowieso immer ein bisschen m...

Rezension: "The Buckingham Murders" - Dunkel, leise und emotional verstörend

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Manchmal sind es genau diese Filme, die man sich selbst vermutlich nie aktiv ausgesucht hätte – und die einen dann umso nachhaltiger beschäftigen. "The Buckingham Murders" wurde mir von Netflix vorgeschlagen, ganz nüchtern, algorithmisch korrekt, basierend auf dem, was ich zuvor gesehen habe. Schon bevor der Film richtig beginnt, stolpere ich über eine Entscheidung, die mich sofort neugierig macht: Spracheinstellung „Hindi (Original)“. Und ich dachte nur: Wow. Okay. Das wird intensiv. Spoiler: Das war es. Und wie. Im Mittelpunkt steht Jasmeet „Jass“ Bhamra, gespielt von Kareena Kapoor Khan, eine Ermittlerin, die nach einem persönlichen Trauma versucht, in der englischen Kleinstadt im Landkreis Buckinghamshire wieder Halt zu finden. Ein Mordfall an einem indischen Teenager zieht sie tief hinein in eine Community, die geprägt ist von kulturellen Spannungen, Schweigen, Schuld und unterdrückten Emotionen. Was mich sofort gepackt hat: Dieser Film will nicht gefallen. Er will verst...

Rezension: "The Old Guard 2" – Wenn Action lauter ist als Emotion

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Ich habe mich wirklich sehr auf "The Old Guard 2" gefreut. So sehr, dass ich den Film direkt am nächsten Tag nach dem Rewatch des ersten Teils angeschaut habe – voller Hoffnung, wieder in diese Welt der Unsterblichen einzutauchen, die mich im ersten Film mit ihrer Melancholie, Tiefe und leisen Menschlichkeit so überzeugt hat. Und ja … ich bin ernüchtert zurückgeblieben. Fangen wir mit dem Positiven an: Die Darsteller sind durchweg gut. Allen voran Charlize Theron, die erneut eine Andy spielt, die müde, hart und innerlich zerrissen ist. Auch das Ensemble funktioniert weiterhin, man glaubt diesen Figuren ihre gemeinsame Geschichte, ihre Bindung und ihre Erschöpfung durch Jahrhunderte. Umso überraschender (und leider enttäuschender) war für mich ausgerechnet Uma Thurman als Antagonistin. Ihre Figur bleibt erschreckend blass. Trotz großer Name, trotz starker Präsenz – ihr Charakter bekommt weder Tiefe noch wirkliche Bedrohlichkeit. Die überdeutliche Kill-Bill-Hommage mit dem Schw...

Rezension: "The Old Guard" – Unsterblichkeit mit Verantwortung und guten Kampfszenen

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Manchmal stolpert man über einen Film, von dem man denkt, man wüsste schon ziemlich genau, was einen erwartet – und wird dann angenehm überrascht. "The Old Guard" war für mich genau so ein Fall. Eine Comicverfilmung, Action, Unsterblichkeit, Charlize Theron in der Hauptrolle – ja, das klang erstmal nach solider Unterhaltung. Bekommen habe ich aber deutlich mehr: einen Film, der bekannte Motive neu denkt und ihnen erstaunlich viel Tiefe verleiht. Im Mittelpunkt steht Andy, gespielt von Charlize Theron, Anführerin einer kleinen Gruppe von Söldnern, die eines gemeinsam haben: Sie können nicht sterben. Seit Jahrhunderten kämpfen sie im Verborgenen, greifen in Konflikte ein, retten Leben – und tragen dabei die Last der Zeit mit sich. Was mir an "The Old Guard" besonders gefallen hat: Unsterblichkeit wird hier nicht romantisiert. Sie ist kein Geschenk, sondern eine Bürde. Verlust, Einsamkeit und die Frage nach dem Sinn ziehen sich wie ein leiser, melancholischer Faden dur...

Post aus dem Herzen: Warum Familientraditionen wie kleine Rettungsringe wirken können

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Es war nur ein Stapel Papier. Gedruckt. Gefaltet. Keine große Show. Und trotzdem hat es uns beide komplett überrascht. Und zum Nachdenken gebracht. Der Familiennewsletter eines Freundes. Ein liebevoll zusammengestellter Rückblick aufs Jahr: Was war los bei jedem Familienmitglied? Welche Reisen gab es, welche Erlebnisse, welche Glücksmomente? Wer hat uns begleitet, wer war für uns da – und wem möchten wir einfach mal „Danke“ sagen? Und was steht im neuen Jahr an, worauf freuen wir uns? Fast wie eine kleine Zeitung. Ganz sicher aber ein großes Stück Herz. Wir haben ein anstrengendes Jahr hinter uns. Jeder für sich, aber auch gemeinsam. Ein Jahr mit Hürden, mit Müdigkeit, mit Momenten, in denen man sich fragt, ob man einfach mal kurz verschwinden darf. (Nicht für immer. Nur bis man wieder atmen kann.) Und dann kommt dieser kleine Newsletter ins Haus. Keine Social-Media-Rückschau. Kein Hochglanz-Highlight. Sondern echte Erinnerung. Echte Verbindung. Echte Wärme. Und wir merken plötzlich: W...

Rezension: "Antikörper" – Wenn das Böse leise spricht und man trotzdem zuhört

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Es gibt Filme, die man einmal sieht und dann abhakt. Und es gibt Filme, zu denen man immer wieder zurückkehrt, obwohl – oder gerade weil – sie weh tun. "Antikörper" gehört für mich ganz eindeutig zur zweiten Kategorie. Ich habe diesen Film inzwischen dreimal gesehen – und bin noch immer fasziniert von seiner Geschichte, seinen Bildern und dieser beklemmenden Atmosphäre, die sich langsam, aber unausweichlich unter die Haut schiebt. Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Figuren, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch auf verstörende Weise miteinander verbunden sind. Auf der einen Seite Michael Martens, der Dorfpolizist, gespielt von Wotan Wilke Möhring. Ein Mann, der versucht, Ordnung, Moral und Kontrolle aufrechtzuerhalten – beruflich wie privat. Auf der anderen Seite der Serienmörder Gabriel Engel, grandios verkörpert von André Hennicke. Kalt, manipulativ, intelligent – und erschreckend ruhig. Was hier entsteht, ist kein klassisches Katz-und-Maus-Spiel, sondern ein ...