"Monk": Der wohl charmanteste Neurotiker, den das Fernsehen je gesehen hat


Es gibt Serien, die guckt man einmal und vergisst sie wieder. Und dann gibt es "Monk". Die Serie, die einen so sehr packt, dass man nach jeder Episode denkt: „Okay, nur noch eine...“ – und plötzlich ist es 3 Uhr morgens. Oops. Aber mal ehrlich: Wie soll man sich auch von einem brillanten Detektiv trennen, der einerseits genial und andererseits ein wandelnder Katalog an Phobien ist?

Falls ihr "Monk" noch nicht gesehen habt (wie konntet ihr nur?!), dann hier ein kurzer Abriss: Die Serie dreht sich um Adrian Monk, gespielt von Tony Shalhoub, einen ehemaligen Polizisten mit einem fast übernatürlichen Talent für das Lösen von Fällen. Das Problem? Er hat eine so lange Liste an Ticks, Ängsten und zwanghaften Verhaltensweisen, dass selbst eine einzige davon für den Normalbürger schon anstrengend wäre. Aber genau das macht ihn so genial – und so verdammt liebenswert.

Warum Monk bis heute Kult ist
Es gibt gute Krimiserien, es gibt lustige Serien – und dann gibt es "Monk", das beides so perfekt miteinander kombiniert, dass man nie weiß, ob man gerade miträtselt oder vor Lachen vom Sofa fällt.

1. Der schrulligste Ermittler der TV-Geschichte
Monk ist kein klassischer Detektiv. Vergesst Sherlock Holmes mit seiner kühlen Berechnung oder Columbo mit seinem verlotterten Mantel. Monk löst Verbrechen, indem er Details wahrnimmt, die kein normaler Mensch sehen würde – weil er eben besessen von Sauberkeit, Symmetrie und Perfektion ist. Während andere Ermittler vielleicht auf eine Waffe oder Fingerabdrücke achten, bemerkt Monk, dass eine Vase genau zwei Millimeter verschoben wurde. Und BAM – Fall gelöst.

Tony Shalhoub spielt ihn so unglaublich gut, dass man zwischen Mitgefühl und „Oh mein Gott, Monk, jetzt reiß dich mal zusammen!“ schwankt. Und seien wir mal ehrlich: Irgendwo in uns allen steckt ein kleiner Monk. Wer hat sich nicht schon mal dabei ertappt, eine schiefe Bilderreihe in einem Café gerade zu rücken? Eben.

2. Die liebenswertesten Nebencharaktere aller Zeiten
Monk mag die Hauptfigur sein, aber eine Serie steht und fällt mit ihrem Ensemble – und "Monk" hat hier wirklich ein Dream-Team aufgestellt.
  • Dr. Kroger (Stanley Kamel) – Monks Psychiater, der sich mit einer Engelsgeduld Monk’s immer gleichen Problemen annimmt. Seine ruhige, väterliche Art ist der perfekte Gegenpol zu Monk. Nach dem tragischen Tod des Darstellers, stirbt auch Dr. Kroger off-Screen und so bekommt Monk in Staffel 6 mit Dr. Bell (Héctor Elizondo) einen neuen Therapeuten, der ebenso verständnisvoll, aber mit einer etwas pragmatischeren Art daherkommt.

  • Harold Krenshaw (Tim Bagley) – Monk’s ewiger Rivale in der Gruppentherapie. Was Monk auch hat, Harold hat es schlimmer (zumindest behauptet er das). Ihre kleinen Psychoduelle sind Comedy-Gold und eine wundervolle Ergänzung zur eigentlichen Krimi-Handlung.

  • Neben diesen Dreien sorgen Monks Assistentinnen Sharona Fleming (Bitty Schram) und später Natalie Teeger (Traylor Howard) dafür, dass Monk überhaupt lebensfähig bleibt. Denn mal ehrlich – alleine würde er vermutlich im Kreis laufen, weil er eine unsichtbare Linie nicht übertreten möchte.

3. Spannende Kriminalfälle – mit Herz und Humor
Jede Folge ist ein kleines Rätsel. Mal ist es ein scheinbar perfekter Mord, mal eine unmögliche Flucht – und immer ist es Monk, der mit einem kleinen „Hier stimmt etwas nicht…“ den Fall ins Rollen bringt. Und obwohl die Show eine Krimiserie ist, fühlt es sich nie düster an. Im Gegenteil: Die Fälle sind clever, oft humorvoll und manchmal sogar richtig berührend.

4. "Monk" ist überall – auch in unserem Sprachgebrauch
Jeder kennt das. Man trifft eine Person, die immer ihr Essen auf dem Teller sortiert oder sich fünfmal die Hände wäscht, und sofort kommt der Satz: „Okay, das ist so ein "Monk"-Moment.“ Ja, Adrian Monk hat es offiziell in den Popkultur-Wortschatz geschafft – und das völlig zu Recht.

Meine liebste Episode? Wie soll man sich da entscheiden?!
Ich könnte jetzt eine lange Liste an genialen Episoden aufzählen, aber eine meiner absoluten Favoriten ist „Mr. Monk und das Attentat“ aus Staffel 1. Warum? Weil es einfach eine perfekte Einführung in Monks Welt ist. Ein Fall, der auf den ersten Blick unlösbar scheint, die Einführung von Captain Stottlemeyer (Ted Levine) und Lieutenant Disher (Jason Gray-Stanford), und natürlich Monks erste legendäre „Ich weiß, wer es war“-Szene. Perfektion!

Aber ganz ehrlich – fast jede Folge hat ihren Charme. Mal steht Monk in einem Bienenkostüm (Ja, wirklich!), mal kämpft er gegen ein Kissen mit Fransen (die größte aller Herausforderungen!), und dann gibt es wieder Momente, die einem das Herz brechen, wenn Monk über den Mord an seiner Frau Trudy spricht. Leichtigkeit gibt es dann wenn zum Beispiel Snoop Dogg in einer Episode als Tatverdächtiger auftritt und Monks großen "Ich weiß, wer es war"-Moment als epischen Rap auf die Bühne bringt. 

Fazit: Ein Must-Watch – und zwar für jeden!
Wenn du "Monk" noch nicht gesehen hast, dann frag dich mal: Warum eigentlich nicht?! Die Mischung aus cleveren Kriminalfällen, unfassbar witzigen Charakteren und einem Hauptdarsteller, der absolut brilliert, macht die Serie zu einem zeitlosen Klassiker.

Egal, ob du ein Fan von Krimis bist oder einfach mal wieder eine richtig gute Serie zum Lachen suchst – "Monk" liefert dir beides in Perfektion. Und wer weiß? Vielleicht ertappst du dich nach ein paar Folgen auch dabei, deinen Kugelschreiber parallel zu den anderen auszurichten oder eine Türklinke nur mit dem Ärmel anzufassen. Dann weißt du: "Monk" hat dich erwischt.

Bildrechte: NBC Universal / Peacock VoD


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